Workshop „Unternehmenskultur verändern“: Über Machtspiele, Führungsverständnis und die Attraktivität von Führung

Foto der Teilnehmer des Workshops Unternehmenskultur mit Marita Manger, Christoph Rathmann, Dr. Marita Kraemer, Betina Kirsch und Dr. Veronika Simons
v.l.n.r.: Marita Manger, Christoph Rathmann, Dr. Marita Kraemer sowie Betina Kirsch und Dr. Veronika Simons

Die Veränderung der Unternehmenskultur wird häufig als einer der wichtigsten Schritte gesehen, um mehr Frauen für Managementaufgaben zu gewinnen. Dies stellte der Branchenbeirat „Frauen in Führung“ bereits in seiner konstituierenden Sitzung in 2013 fest. Doch was konkret definiert die Unternehmenskultur und wo können Unternehmen ansetzen, die ihre Kultur verändern wollen?

Um sich diesen Fragen zu nähern, organisierte der Beirat den Workshop „Unternehmenskultur verändern“, der am 6. November 2013 in den Räumlichkeiten des AGV stattfand. Unter der Leitung von Dr. Marita Kraemer, stellvertretende Vorsitzende des Beirats und Mitglied des Vortstands der Zurich Gruppe Deutschland, diskutierten insgesamt 13 Vorstände und Führungskräfte die vorgenannten Fragen. Zuvor lieferte Anja Krusel, CFO Microsoft Deutschland, einen spannenden Bericht über die Unternehmenskultur bei Microsoft, das vom Great Place to Work Institute regelmäßig zu Deutschlands beliebtesten Arbeitgeber gekürt wird.

Wo liegen die Kulturbarrieren in der Versicherungsbranche?

Die Teilnehmer identifizierten verschiedene Kulturfaktoren in der Versicherungsbranche, die für ein Mehr an Frauen in Führungspositionen eher hinderlich seien. Neben Faktoren wie dem Rangeln um Hierarchien und einer immer noch dominierenden Präsenzkultur, spiele auch das Verhalten der Frauen selbst eine bedeutende Rolle und könne ihrem Aufstieg im Wege stehen.

Welche Lösungen kommen in Betracht?

Einigkeit bestand dahingehend, dass es nötig sei, mehr Bewusstsein und Akzeptanz für Diversity bzw. Gender Diversity zu schaffen. Ferner sei es wichtig bei der Attraktivität von Führung sowie deren Kommunikation in die Belegschaft anzusetzen. Gestaltungsspielräume zu haben, Menschen führen und fördern zu können, seien Aspekte von Macht, die Frauen attraktiv erscheinen. Diese sollten deutlich in den Vordergrund gestellt werden, damit Spaß an Führung und der Wert von Führung erlebt und erkannt werden können.

Die Kernergebnisse unseres Workshops sowie zahlreiche Zitate der Teilnehmer sind in unserer Broschüre „Unternehmenskulturen verändern“ zusammengefasst und können nachfolgend abgerufen werden.