Psychische Gesundheit für Mitarbeiter in kommunikationsintensiven Berufen

    Logo der ADAC-Schutzbrief Versicherungs-AG
    Unternehmen
    ADAC e.V. und Tochtergesellschaften
    Sitz
    Hansastraße 19, 80686 München

Projektbeschreibung

Der ADAC bedient mit verschiedenen Serviceeinheiten die Belange und Wünsche von knapp 19 Mio. Mitgliedern. Hierbei gibt es Kundenbereiche, die mit dem Management massiver traumatischer Ereignisse der Mitglieder beschäftigt sind, wie z.B. dem Tod eines Mitglieds auf einer Urlaubsreise. Über umfassende Analysen in diesen Arbeitsbereichen wurde festgestellt, dass sich ein Teil dieser Beschäftigten dadurch in hohem Maße emotional beansprucht fühlt. So fand der ADAC bei ca. einem Drittel der Befragten Schwierigkeiten, sich nach der Arbeit zu erholen. Das ADAC Gesundheitsmanagement sah sich daher veranlasst, ein umfassendes und tätigkeitsbezogenes Gesundheitsprogramm für die Beschäftigten zu entwickeln, die in ihren Tätigkeiten hohe Kommunikationsanforderungen zu erfüllen haben.

ADAC BGM-Konzept

Das beschriebene Programm ist eingebettet in ein Stress-Managementsystem für Mitarbeiter in kommunikationsintensiven Berufen. Weitere Angebote sind:

  • „Gesund bleiben trotz Stress“ - Seminarangebot
  • Peer Support System - speziell ausgebildete kollegiale Ansprechpartner als erste Entlastungsebene
  • Supervision - Falldurchsprache
  • Casemanagement – Sozialberatung

Beteiligte Partner

Das Programm wird vom Team des ADAC Gesundheitsmanagements angeboten. Alle Seminarteile werden von externen Referenten durchgeführt.

Auswirkungen und Nutzen

Ziele des einjährigen Programms sind die Stärkung individueller Gesundheitskompetenzen und der Regulationskompetenzen bei Stress, Konflikten und emotionalen Belastungen sowie der Erholungsfähigkeit.

Seit 2012 ist das Gesundheitsprogramm beim ADAC im Regelbetrieb. Die Rückmeldungen der Teilnehmer zum Gesundheitsprogramm sind sehr positiv, zudem besteht eine kontinuierlich steigende Teilnahmenachfrage. Im Rahmen der Evaluation zur Kontrolle der Nachhaltigkeitserfolge konnten signifikante Veränderungen in der Präventionskultur sowie in der individuellen Gesundheitskompetenz festgestellt werden - damit verbunden auch eine höhere Selbstverantwortung des Einzelnen. Die Teilnehmerquote beträgt aktuell 36 % dieser spezifischen Mitarbeitergruppe.