Allianz Health Check - Die ganzheitliche Gesundheitsvorsorge

Beginn und Dauer des Projekts

Seit Oktober 2012 kontinuierlich.

Hintergrund für die Einführung des Projekts bzw. Zielsetzung

Vor dem Hintergrund demografischer Veränderungen und des Fachkräftemangels sowie der Zunahme von Zivilisationskrankheiten und arbeitsbedingtem Stress wird eine Investition in Mitarbeitergesundheit immer wichtiger. Die Allianz SE hat sich aufgrund dessen mit der strukturierten Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements tiefergehend befasst. Das erklärte Ziel ist die Erhaltung und Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens der Mitarbeiter. Das Projekt geht somit Hand in Hand mit der Anti-Stress Policy des Konzerns.

Als ein Analyseinstrument dieses Systems wurde der Allianz Health Check entwickelt, der als ganzheitliche Gesundheitsuntersuchung sowohl die physische als auch die psychische Gesundheit und arbeitsbedingten Stress berücksichtigt. Er wird ressortbezogen jedem Beschäftigten angeboten, die Teilnahme ist selbstverständlich freiwillig.

Die Untersuchung besteht aus einem Anamnesebogen und der Messung diverser Biomarker. Jeder Teilnehmer erhält in der Folge ein ausführliches Befundgespräch beim Betriebsarzt. Es werden individuelle Maßnahmen zur Gesundheitsförderung angeboten, entdeckte Symptome und Erkrankungen können einer Frühintervention zugeführt werden. Bei Auffälligkeiten in der Organisationseinheit werden zur vertiefenden Analyse Gesundheitszirkel angeboten, bei denen auf Mitarbeiterebene moderierte Workshops zur Situationsanalyse und Maßnahmenentwicklung durchgeführt werden. Somit bedient dieses System sowohl die individuelle Verhaltensseite als auch die Arbeitsbedingungen bzw. -verhältnisse.

Beteiligte Partner

Die Steuerung des Projekts übernimmt der Arbeitskreis Gesundheit, bestehend aus Personalbetreuung, Ressortvertreter, Betriebsrat und Betriebsarzt. Die Kommunikationsabteilung ist eng eingebunden. Bei Maßnahmen werden externe Dienstleister für die betriebliche Gesundheitsförderung beteiligt. Die Moderation der Gesundheitszirkel führt eine gesetzliche Krankenkasse durch.

Wichtigste Erfolgsfaktoren/Hindernisse

Voraussetzung für ein erfolgreiches Gesundheitsmanagement ist die Überzeugung und das Engagement des Vorstands. Er muss die erforderlichen finanziellen Ressourcen zur Verfügung stellen. Eine hohe Fachkompetenz der verantwortlichen Arbeitskreisteilnehmer sowie die Beteiligung aller relevanten Stakeholder im Unternehmen in Bezug auf Mitarbeitergesundheit ergänzen dies. Durch eine professionelle Kommunikation und Aufklärung der Belegschaft können hohe Beteiligungsquoten erreicht werden. Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist bei dem vorliegenden Projekt der Hinweis auf die ärztliche Schweigepflicht des betriebsärztlichen Dienstes, bei dem alle personenbezogenen Daten verbleiben. Eine internistische Untersuchung mit dem Schwerpunkt der Zivilisationskrankheiten setzt eine ausführliche Beratung voraus mit dem Ziel, das individuelle Verhalten positiv zu beeinflussen. Die Durchführung der Untersuchung durch den betriebsärztlichen Dienst ist somit Voraussetzung für eine zielorientierte und individuelle Steuerung von Maßnahmen, die innerhalb und außerhalb des Betriebes angeboten werden. Für eine erfolgreiche Umsetzung des Projekts muss eine gewisse Veränderungsbereitschaft sowohl auf Mitarbeiter- als auch Arbeitgeberseite vorausgesetzt werden.

Auswirkungen und erzielter Nutzen

Durch die interne Umsetzung können Beteiligungsquoten zwischen 40 % und 65 % erreicht werden. Eine Wiederholung der Untersuchung ist alle drei Jahre geplant, sodass in der Folge der gesundheitliche Nutzen bewertet werden kann. Allein durch die Früherkennung von gesundheitlichen Störungen und deren Behandlung wird ein positiver Effekt in der Belegschaft erzielt, der schlecht in betriebswirtschaftlichen Kennzahlen dargelegt werden kann. In der jährlichen Mitarbeiterbefragung lassen sich dagegen Kennzahlen finden, die durch das Projekt positiv beeinflusst werden.