ARAGcare – BGM auf zwei breiten Säulen

Hintergrund

Wie auch alle anderen Unternehmen sieht sich die ARAG einer zunehmenden Verdichtung von Arbeitsprozessen und damit verbundenen Veränderungsprozessen gegenüber. Hinzu kommen gesellschaftliche Veränderungen, wie der demografische Wandel und der Wertewandel, die ebenfalls große unternehmerische Herausforderungen mit sich bringen.

Um im Wettbewerb in solchen anspruchsvollen Rahmenbedingungen zu bestehen, sind leistungsfähige und motivierte Mitarbeiter besonders wichtige Erfolgsfaktoren. Der ARAG Konzern versteht sich als anspruchsvoller Arbeitgeber mit einer hohen Leistungserwartung an seine Belegschaft. Daher investiert das Unternehmen vermehrt auch in Maßnahmen aus dem Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM). Vor Einführung eines BGM-Programms im Jahr 2009 wurde bei der ARAG zunächst eine Ist-Analyse durchgeführt, um die adäquate strategische Programmausrichtung festzulegen. Die Ergebnisse zeigten, dass bereits zahlreiche Maßnahmen und Aktivitäten wie Betriebssportgruppen, Gesundheitstage, Einrichtungen zur Arbeitssicherheit und Kurse zum Stressmanagement existierten. Es fehlte jedoch die strategische Ausrichtung nebst zentraler Steuerung sowie Abstimmung dieser Themen. Als Projektziel wurde deshalb die ganzheitliche Umsetzung des BGM festgelegt, bei der die zahlreichen bestehenden Aktivitäten bestmöglich integriert werden können. Bei der Definition von Gesundheit orientiert sich die ARAG an der Weltgesundheitsorganisation (WHO): „Gesundheit ist ein Zustand des völligen körperlichen, psychischen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Freisein von Krankheit und Gebrechen.“ Deshalb stehen psychische und soziale Aspekte im Mittelpunkt der Ausrichtung des BGM bei der ARAG. Die „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ hat wesentlichen Einfluss auf die psychische und soziale Gesundheit. Daher bildet dieser Themenkomplex neben „Fitness und Gesundheit“ die zweite Säule des BGM bei der ARAG.

Betriebliches Gesundheitsmanagement „ARAGcare“

Bei der Einführung und Umsetzung des BGM unter dem aussagekräftigen Namen ARAGcare im November 2009 war es den Projektverantwortlichen besonders wichtig, das bereits vorhandene Engagement der Beschäftigten zu erhalten und noch stärker zu fördern. Um das Bewusstsein und die Wichtigkeit für dieses Thema zu erhöhen, galt und gilt es zudem, die freiwilligen Angebote im Rahmen des BGM aktiv und breit im Unternehmen über die verfügbaren Wege zu kommunizieren. Der zentrale Kommunikationskanal ist das Intranet, in welchem über einen eigenen Bereich der strukturierte Zugriff auf alle BGM-Themen möglich ist. Das dort eingestellte Statement des Konzernvorstands zu ARAGcare bildet den strategischen Rahmen. Zentral gesteuert wird das BGM durch das ARAGcare-Gremium. Diesem gehören neben Mitarbeitern aus der Personalabteilung unter anderem auch Mitglieder des Betriebsrats, Betriebssportverantwortliche, der Sicherheitsbeauftragte und die betriebsärztliche Betreuung (B.A.D.) an.

Die Konzeption des BGM mit einem integrierenden und ganzheitlichen Ansatz hat sich in den vier Jahren seit dem Start von ARAGcare im Unternehmen bestens bewährt. Die bestehenden Maßnahmen und Aktivitäten werden permanent evaluiert und angepasst. So wurde nach der erfolgreichen Einführung eines Mit-Kind-Büros im Düsseldorfer ARAG Tower im Januar 2014 auch ein Mit-Kind-Büro in München eröffnet. Dieses können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Kindern bei kurzfristigen Betreuungsengpässen nutzen. Ebenfalls neu ist die Kooperation mit dem pme Familienservice, der ein breites Dienstleistungs- und Beratungsangebot rund um die Kinderbetreuung und die Pflege von Angehörigen bietet. Seit 2009 werden zusätzlich alle zwei Jahre sowohl auf Mitarbeiter- als auch auf Führungskräfteebene Online-Gesundheits-Checks angeboten. Nach Teilnahme gibt es eine Rückmeldung mit Empfehlungen auf individueller Ebene sowie eine anonyme Auswertung in Form eines Gesundheitsberichtes auf Konzernebene. Gender Diversity ist ein weiteres aktuelles Thema im ARAG Konzern. In einem eigenen Projekt wurden hierzu Maßnahmen und Initiativen erarbeitet, die wiederum in das BGM einfließen.

Nutzen und Erfolg von „ARAGcare“

Klar ersichtlich ist der erzielte Nutzen und Erfolg von ARAGcare beispielsweise an den deutlich gestiegenen Besucherzahlen bei den Gesundheitstagen, die regelmäßig in Kooperation mit der SBK und dem B.A.D. durchgeführt werden. Ein weiterer Beleg sind die häufigen und überaus positiven Rückmeldungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die das ARAGcare-Team sowohl persönlich als auch über die Like-Funktion im Intranet erhält. Das umfangreiche Angebot von ARAGcare wird auch von Bewerbern positiv wahrgenommen. So gaben zahlreiche Bewerber an, sich für die ARAG als Arbeitgeber auch auf Grund der vielfältigen Angebote gerade zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, entschieden zu haben. Auch von externer Stelle wird die hohe Qualität von ARAGcare bestätigt: ARAGcare ist in 2014 bereits zum fünften Mal in Folge nach umfangreichem Audit mit dem Excellenz-Siegel des Corporate Health Award ausgezeichnet worden. Damit platziert sich die ARAG konstant unter den Besten in der Branche. Neben dieser Auszeichnung hat die ARAG im Mai 2014 zusätzlich das wichtige Zertifikat Beruf und Familie nach einem umfangreichen Audit erhalten.

Über den ARAG Konzern

Der ARAG Konzern ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und zählt weltweit zu den drei führenden Rechtsschutzanbietern. In ihrer über 75-jährigen Unternehmensgeschichte hat sich die ARAG vom reinen Rechtsschutzversicherer zu einem vielseitigen Qualitätsversicherer mit einem spartenübergreifenden Produktspektrum entwickelt. In Deutschland führt die ARAG ihre Geschäfte von der Konzernzentrale in Düsseldorf und vom Standort München aus. Zudem unterhält sie im Vertriebsaußendienst ein bundesweites Geschäftsstellennetz. Außerhalb Deutschlands betreibt der Konzern sein auf Rechtsschutz fokussiertes internationales Versicherungsgeschäft in 13 weiteren europäischen Ländern und in den USA. Die konzernweit über 3.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erwirtschaften ein Umsatz- und Beitragsvolumen von mehr als 1,5 Milliarden Euro.