Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen am Arbeitsplatz

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    Unternehmen
    Zurich Gruppe Deutschland
    Sitz
    Poppelsdorfer Allee 25-33, 53115 Bonn

Beginn und Dauer des Projekts

Beginn:
1. Quartal 2014 (Vorbereitung / Planung)
4. Quartal 2014 (Durchführung / Auswertung)

ab 2017 Folgebefragungen geplant

Hintergrund für die Einführung des Projekts bzw. Zielsetzung

Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen am Arbeitsplatz ist zwischenzeitlich ein viel diskutiertes Thema in Gesellschaft und Arbeitswelt. Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet Arbeitgeber/-innen dazu, auf Basis einer Beurteilung der Arbeitsbedingungen zu ermitteln, welche Maßnahmen des Arbeitsschutzes erforderlich sind (vgl. § 5 ArbSchG). Seit 2013 sind bei dieser Gefährdungsbeurteilung ausdrücklich auch psychische Belastungen der Arbeit zu berücksichtigen (vgl. § 5 ArbSchG, Ziffer 6).

Die Zurich Gruppe Deutschland (ZGD) steht zu ihrer Verpflichtung als Arbeitgeber, die Arbeitssicherheit im Unternehmen zu gewährleisten und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren zu minimieren. Dies umfasst auch die Bewertung körperlicher wie psychischer Belastungen.

2011 haben wir in einem Pilotprojekt 264 Arbeitsplätze in acht Bereichen untersucht. Die Ergebnisse wurden anschließend in Team-Workshops analysiert. Die Teams haben konkrete Verbesserungsvorschläge erarbeitet und an die Geschäftsleitung zurück gespiegelt.

Nach Auswertung des Pilotprojektes wurde im 4. Quartal 2014 erstmalig eine unternehmensweite Gefährdungsanalyse – gleichzeitig an allen Standorten – durchgeführt.

Ziel war und ist die Identifizierung, Minimierung oder bestenfalls Beseitigung von psychischen Belastungsfaktoren.

Beteiligte Partner

Auftraggeber ist der Vorstand der ZGD. Federführend ist das betriebliche Gesundheitsmanagement mit der Projektdurchführung betraut. Externer Partner ist die Firma SKOLAMED GmbH in Königswinter bei Bonn.

Wichtigste Erfolgsfaktoren/Hindernisse

Besonders wichtig ist, von Anfang an alle Verantwortlichen im Unternehmen in dieses Projekt einzubeziehen. Dies bezieht sich in erster Linie auf die Geschäftsleitung als Auftraggeber, die betriebsverfassungsrechtlichen Organe und den Gesundheitszirkel als Plattform aller im Unternehmen tätigen Gremien und Einrichtungen, die das Thema „Gesundheit im Betrieb“ vertreten. Letztendlich kommt es auf eine transparente und offene Kommunikation an, um alle Mitarbeiter von der Sinnhaftigkeit der Gefährdungsbeurteilung zu überzeugen und damit eine hohe Beteiligungsquote zu erreichen.

Ein geschlossenes Auftreten von Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter trägt maßgeblich zur Akzeptanz der Maßnahme im Unternehmen bei.

Im Vorfeld ist es wichtig Themen wie Datenschutz und den Umgang mit den Ergebnissen zu klären.

Auswirkungen und erzielter Nutzen

Neben der gesetzlichen Verpflichtung zur Durchführung der Gefährdungsbeurteilung soll hierdurch die Arbeitssicherheit, der Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie die Motivation der Mitarbeiter und die Identifikation mit der ZGD verbessert werden, was letztlich auch zu einer höheren Produktivität führt.

Über die Zurich Gruppe Deutschland

Die Zurich Gruppe in Deutschland gehört zur weltweit tätigen Zurich Insurance Group. Mit Beitragseinnahmen (2015) von über 6,9 Milliarden EUR, Kapitalanlagen von mehr als 47 Milliarden EUR und rund 5.200 Mitarbeitern zählt Zurich zu den führenden Versicherungen im Schaden- und Lebensversicherungsgeschäft in Deutschland. Sie bietet innovative und erstklassige Lösungen zu Versicherungen, Vorsorge und Risikomanagement aus einer Hand. Individuelle Kundenorientierung und hohe Beratungsqualität stehen dabei an erster Stelle.