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KI 01/2010
19.01.2010
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| Assekuranz: Einkommen für mehr als 500.000 Menschen |
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Die Jahrestagung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) am 19. November 2009 in Berlin stand unter dem Leitthema "Richtung geben". Mit einer neuen Imagekampagne startet die Branche in ein neues Jahrzehnt. Rolf-Peter Hoenen, Präsident des GDV, betonte in seiner Begrüßung, dass es gut sei, dass es Versicherungen gäbe, denn jeder Mensch habe Dinge, die ihm wichtig und kostbar seien. Große Dinge, bedeutende Dinge, aber auch kleine, skurrile und liebenswerte Dinge. Und jeder Mensch habe Ziele, vielleicht auch Träume, die seine Lebensplanung prägen.
Die gesamtgesellschaftliche Bedeutung der Assekuranz werde häufig unterschätzt. Millionen von Menschen werden durch die Übernahme von Risiken entlastet. Krankheit und Unfall müssen heutzutage nicht mehr existenzbedrohend sein. Die Versicherer bieten trotz der Bankenkrise auch weiterhin eine verlässliche und sichere Altersvorsorge für ihre Kunden. Wirtschaft und Unternehmen insgesamt profitieren durch die Übernahme von Risiken, so dass sich die Unternehmen auf die Entwicklung, Produktion und den Handel ihrer Güter konzentrieren können.
Die Branche sei mit einem Kapitalbestand von mehr als 1,1 Billionen Euro einer der bedeutendsten Investoren der deutschen Volkswirtschaft, so Hermann Gröhe, MdB, Generalsekretär der CDU, in seinem Grußwort. Dies entspreche etwa viermal der Größenordnung des Bundeshaushalts. Die Versicherungen hätten sich in Deutschland als stabilisierender Faktor in der Krise erwiesen, was wesentlich durch das Geschäftsmodell und das Aufsichtsrecht begründet sei, ergänzte Carl-Ludwig Thiele, MdB, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion. Dass die Versicherungen konservativ investieren, galt zwar in den vergangenen Jahren häufig als langweilig, dennoch habe sich dieses Modell bewährt, mit dem Ergebnis, dass die deutschen Versicherer in ungleich geringerem Maße von der Finanzkrise betroffen sind als die Banken, so Thiele.
Die Assekuranz biete mehr als einer halben Million Menschen Arbeit und Einkommen im Hauptberuf und sei damit ein bedeutender Arbeitgeber in unserem Land. Hier waren sich die Anwesenden einig. In der Krise sei die Zahl der Beschäftigten nur geringfügig gesunken, was ebenfalls von hoher Stabilität zeuge. Die Unternehmen würden verantwortungsvoll mit ihren Beschäftigten und Vertriebspartnern umgehen, selbst unter häufig nicht leichten Rahmenbedingungen.
Die Herausforderungen für die Zukunft sind weiterhin immens, denn trotz der sich aufhellenden Wirtschaftsdaten, bleiben die Risiken in vielen Bereichen hoch und die Realwirtschaft aber auch die Politik stehen weiterhin vor großen Herausforderungen. |
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| IW-Konjunkturumfrage für 2010: Das Krisental ist durchschritten |
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Offenbar haben die deutschen Unternehmen den Tiefpunkt der Finanz- und Wirtschaftskrise überwunden. Für das kommende Jahr rechnet ein gutes Drittel der Unternehmen mit einem höheren Produktionsniveau als im aktuellen Jahr. Das geht aus einer Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hervor, für die über 1.800 Unternehmen befragt wurden. Demnach gehen fast 34 % der Firmen von einem steigenden Produktionsniveau im kommenden Jahr aus, während lediglich 21 % mit schlechteren Geschäften rechnen.
Nachdem offenbar der tiefste Punkt des Krisentals überwunden ist, blicken die Unternehmen wieder optimistischer in die Zukunft. Am zuversichtlichsten sind hierbei Unternehmen der Vorleistungs- und Konsumgüterindustrie. Hier erwarten jeweils rund 44 % der befragten Unternehmen für 2010 ein höheres Produktionsniveau als noch in 2009, lediglich 18 % rechnen mit einem Rückgang. Auffällig ist, dass die westdeutschen Unternehmen deutlich zuversichtlicher in die Zukunft blicken, als die Betriebe in Ostdeutschland. Im Baugewerbe dominieren, trotz staatlicher Konjunkturprogramme, diejenigen Unternehmen, die von einem rückläufigen Geschäft im aktuellen Jahr ausgehen.
Im Hinblick auf den Außenhandel gehen nur 18 % der Unternehmen davon aus, dass sie in 2010 weniger exportieren werden als im letzten Jahr. Immerhin 27 % rechnen mit einem Ausfuhrzuwachs. Wiederum beurteilen westdeutsche Unternehmen die Entwicklung des Exportgeschäfts deutlich günstiger als die Firmen in Ostdeutschland.
Der zunehmende Optimismus der Unternehmer spiegelt sich jedoch nicht in allen Bereichen wider: Für 2010 erwarten 29 % der Unternehmen eine rückläufige Investitionstätigkeit – lediglich 22 % planen eine Ausweitung ihres Budgets für Neuanschaffungen. Im Vergleich zum Frühjahr 2009 ist die Zahl der sog. "Investitionsbremser" jedoch gesunken. Die größte Zurückhaltung ist hierbei von Unternehmen des Investitionsgütersektors zu verzeichnen, während im Dienstleistungsbereich der Anteil der positiven und negativen Einschätzungen nahezu ausgeglichen ist.
Bei der Beschäftigung sind die meisten Unternehmen eher pessimistisch, was die Zukunft betrifft. Immerhin 28 % rechnen damit, Mitarbeiter entlassen zu müssen und nur knapp 17 % der Unternehmen planen eine Erweiterung ihrer Belegschaft. Am schlechtesten sieht es im Baugewerbe aus – rund 40 % gehen von einem Arbeitsplatzabbau aus. Hoffnungsvoll stimmt jedoch, dass 55 % der Firmen im Jahr 2010 beabsichtigen, ihre Mitarbeiterzahl nicht zu verändern. |
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| Deutschland ist im Reformbarometer auf Platz eins |
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Das Reformbarometer bewertet u. a. ob sich Regierungsbeschlüsse, Gesetzesentwürfe sowie verabschiedete Gesetze positiv oder negativ auf die Beschäftigungssituation und das Wirtschaftswachstum in Deutschland, Österreich und der Schweiz auswirken. Für die Schweiz werden auch Volksabstimmungen berücksichtigt. Laut eines Berichts des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) haben alle Länder im letzten Jahr die Krise gut bewältigt wobei allerdings die haushaltspolitische Disziplin häufig verloren ging. Deutschland liegt jedoch im Reformbarometer vor Österreich und der Schweiz.
Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Bundesrepublik um 5,3 Punkte auf 111,0 Punkte verbessert. Österreich mit jetzt 110,2 und die Schweiz mit 107,8 Punkten haben sich ebenfalls verbessert, jedoch weniger stark als Deutschland. Die große Koalition in Berlin habe die Steuern und Sozialabgaben gesenkt und die öffentlichen Investitionen erhöht, allerdings seien Steuerausnahmen sowie fragwürdige Subventionstöpfe beschlossen worden. Deutschland verletze erneut das Maastricht-Kriterium, welches eine maximale Neuverschuldung in Höhe von 3 % des BIPs zulässt.
Die sozial- und arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen in Deutschland wurden insgesamt als eher schlecht beurteilt. Die Senkung der Sozialversicherungsbeiträge verschwinde hinter dem Steuerzuschuss für die gesetzliche Krankenversicherung und die Rentengarantie stelle eine langfristige, finanzielle Last dar. Dennoch sei Deutschland das Land mit den meisten Reformen.
Die Schweiz konnte mit einer sehr guten Steuer- und Finanzpolitik punkten. Die Einkommensbesteuerung sei durch viele kleine Verbesserungen wesentlich effizienter geworden. Dagegen habe Österreich erneut dringend notwendige Veränderungen vertagt. Die große Koalition habe hier kaum reformpolitische Maßnahmen gesetzt. Wie Österreich die entstandenen Schulden in Zukunft abbauen könne, sei nicht klar. Lediglich die Steuerreform im März 2009 habe Österreich einen kleinen Schritt nach vorne gebracht. |
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| Ausbildungsvergütung 2009 |
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Für eine Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen 2009 wurde der Vergütungsdurchschnitt für 184 Berufe in West- und 148 Berufe in Ostdeutschland erfasst, das entspricht 88 % der Auszubildenden. Erfasst wurden alle Ausbildungsberufe, die nach dem Berufsbildungsgesetz geregelt ist. Insgesamt verdiente ein deutscher Auszubildender im Durchschnitt 666 € (2008: 642 €), was einer Steigerung um 3,7 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
In Westdeutschland verdiente ein Auszubildender im letzten Jahr 679 € (2008: 657 €) pro Monat, das waren 3,3 % mehr als 2008. Die Ausbildungsvergütung der Auszubildenden im Osten betrug durchschnittlich 595 € (2008: 567 €) pro Monat, 4,9 % mehr als im Jahr zuvor. Der Vergütungsdurchschnitt in Ostdeutschland kam dem im Westen damit erneut näher.
Die Vergütung unterscheidet sich in den einzelnen Ausbildungsbereichen deutlich. In Industrie und Handel (West: 752 €, Ost: 656 €) sowie dem öffentlichen Dienst (West: 739 €, Ost: 740 €) erhielten die Auszubildenden mehr Geld für ihre Arbeit als in der Landwirtschaft und den freien Berufen. Die Bezahlung im Bereich Handwerk lag mit 556 € im Westen und 429 € im Osten deutlich unter dem Durchschnitt.
Darüber hinaus variieren die Vergütungen in den verschiedenen Berufen sehr stark. Überdurchschnittlich gut verdienten die Auszubildenden z.B. im Bauhauptgewerbe. Ein angehender Maurer beispielsweise verdiente 2009 im Westen 895 € und im Osten 709 €. Am besten bezahlt wurde im letzten Jahr allerdings die Ausbildung zum Binnenschiffer mit 949 €.
Die Auszubildenden der Banken und Versicherungen befinden sich im oberen Einkommensbereich. Während der Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen verdient der Auszubildende deutschlandweit durchschnittlich 831 € pro Monat. Die Entlohnung für die Ausbildung zum Bankkaufmann betrug im Westen durchschnittlich 812 € und im Osten 794 €. Eher schlechter bezahlt wurden angehende Maler, Friseur oder Bäcker (West: 478 €, Ost: 390 €) zu werden.
Insgesamt verdienten in Westdeutschland 39 % der erfassten Auszubildenden durchschnittlich über 750 € pro Monat, in Ostdeutschland waren es nur 21 %. Unter 500 € erhielten im Westen 9 %, im Osten dagegen 40 %. Weibliche Auszubildende verdienen durchschnittlich weniger als ihre männlichen Kollegen. Dies ist aber vor allem darauf zurück zu führen, dass Frauen häufiger in Berufen mit niedriger Ausbildungsvergütung zu finden sind als Männer. |
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| GfK: 2010 erreicht die Krise die Verbraucher |
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Die Kaufkraft in Deutschland wird 2010 sinken, dies bestätigt die aktuelle Kaufkraft-Studie der Gesellschaft für Konsumforschung. Gemäß einer Studie der Unternehmensberatung Ernst & Young wollen viele Konsumenten deshalb ihr Einkaufsverhalten im aktuellen Jahr ändern.
Laut der GfK Kaufkraft-Studie wird das verfügbare Einkommen um 42 € pro Einwohner sinken. Insgesamt beträgt die Kaufkraft in Deutschland im Jahr 2010 rd. 1.550 Mrd. €, das sind 7,5 Mrd. weniger als in 2009. Damit sinkt die Kaufkraft um 0,5 %. Im aktuellen Jahr beträgt die Kaufkraft pro Kopf also 18.904 €. Erfasst wird das Nettoeinkommen inkl. Arbeitslosengeld, Kindergeld und Renten.
Ob der einzelne Verbraucher unterm Strich mehr oder weniger Einkommen zur Verfügung hat, hängt vor allem davon ab, ob er an den steigenden Löhnen teil hat oder bspw. durch Kurzarbeit oder sogar Stellenwechsel Einbußen hinnehmen muss. Die prognostizierte niedrige Inflation kann der sinkenden Kaufkraft entgegen wirken, der Bevölkerungsrückgang um rd. 216.000 Personen in 2010 wirkt sich allerdings negativ aus.
Die Kaufkraft unterscheidet sich in den unterschiedlichen Regionen Deutschlands stark. Spitzenreiter sind der Hochtaunuskreis mit 27.426 € pro Einwohner und Jahr, der Landkreis Starnberg und der Landkreis München. Schlusslicht ist der Landkreis Uecker-Randow in Mecklenburg-Vorpommern auf Platz 413 mit 13.893 €. Die 25 Landkreise mit der geringsten Kaufkraft befinden sich alle in Ostdeutschland. Das Kaufkraftwachstum ist im Osten jedoch höher als im Westen. Hier sind Bundesländer wie Bayern und Baden-Württemberg die Verlierer.
Viele Konsumenten antizipieren bereits einen Rückgang des Einkommens oder des Vermögens in 2010. Hinzu kommt, dass jeder fünfte der 3.000 befragten Verbraucher der Ernst & Young Studie glaubt, dass sein Arbeitsplatz nicht sicher ist. Diese Unsicherheit führt dazu, dass 60 % ihr Einkaufsverhalten in der Zukunft ändern wollen. 41 % wollen dabei stärker auf Preise und Sonderangebote achten, 26 % wollen weniger einkaufen. Fast jeder zweite fühlt sich von der weltweiten Wirtschaftskrise betroffen. |
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| Ältere Mitarbeiter: Besser als ihr Ruf |
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Arbeitnehmer jenseits der 50 genießen bei deutschen Personalleitern und Geschäftsführern einen besseren Ruf als erwartet. Dies zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), zu der rd. 1.350 Personalleiter und Geschäftsführer von Industrieunternehmen zum Image älterer Beschäftigter befragt wurden.
In Zeiten von stetig steigendem Renteneintrittsalter und dem Wegfall der staatlichen Förderung der Altersteilzeit gewinnen Mitarbeiter, die ihren 50. Geburtstag bereits gefeiert haben, deutlich an Bedeutung für die Personalplanung. Die demografische Entwicklung Deutschlands verschärft diese Entwicklung: Mittlerweile sind 40 % der Bevölkerung älter als 49 Jahre. In den Jahren 2000 bis 2008 hat die Zahl der beschäftigten 55 bis 64-Jährigen um 18 % zugenommen.
Insgesamt hätten die befragten Unternehmen ein eher positives Bild von Beschäftigten über 50, so das IW. Je größer der Anteil der über 50-Jährigen im Betrieb, desto besser sei ihr Image. Überraschend seien vor allem die Antworten zur Leistungsfähigkeit älterer Mitarbeiter. Lediglich 27 % schätzten Mitarbeiter über 50 als weniger produktiv ein. Ein noch geringerer Anteil gab an, dass ältere Kollegen ihre Erfahrung nicht in vollem Maße in das Unternehmen einbringen würden (12 %), dass sie zu wenig interessiert seien (11 %), oder dass sie sich kaum noch einsetzten (8 %).
Das Vorurteil der Weiterbildungsresistenz älterer Mitarbeiter fände nur bei rd. 25 % der Führungskräfte Zuspruch, so die Studie. Etwa ein Drittel der Betriebe sähe den Grund der Innovationsmüdigkeit der über 50-Jährigen in eigenen Versäumnissen: Sie hielten Ältere deshalb für weniger innovativ, weil die Unternehmen selbst sie nicht mehr in Wissensprozesse einbänden.
Ein weiteres hartnäckiges Vorurteil sei die Antriebslosigkeit der älteren Kolleginnen und Kollegen. Jedoch beklage lediglich ein knappes Viertel der Betriebe eine geringe Leistungsbereitschaft der über 50-Jährigen. Je höher der Anteil der älteren Arbeitnehmer, desto besser falle das Urteil der Befragten in diesem Punkt aus.
Häufigere krankheitsbedingte Ausfälle der reiferen Kollegen seien ebenfalls die Ausnahme. Vielmehr seien rd. 50 % der befragten Unternehmen der Meinung, dass sich ihre jüngeren Mitarbeiter häufiger krankmeldeten als diejenigen, die das 50. Lebensjahr bereits vollendet haben. Allerdings seien ca. 44 % der Befragten der Auffassung, dass im Falle einer Erkrankung ältere Arbeitnehmer länger ausfielen.
Viele Betriebe hätten inzwischen erkannt, dass sie durch eine maßgeschneiderte Personalpolitik die Leistungsfähigkeit der älteren Mitarbeiter gezielt fördern und somit von ihrer Erfahrung profitieren können. So gingen immer mehr Firmen dazu über, altersgemischte Arbeitsgruppen zu bilden. "Wenn Alt und Jung zusammenarbeiten, profitieren davon beide Seiten: Ältere Kollegen erhalten aktuelles Fachwissen von den Jüngeren, die wiederum die Erfahrung der Profis frei Haus geliefert bekommen." Immer beliebter sei auch der gezielte Einsatz älterer Kollegen als Ausbilder oder Trainer für jüngere Mitarbeiter. In etwa einem Drittel der befragten Unternehmen hätten über 50-Jährige schon diese Rolle übernommen, weitere 10 % planen solche Einsätze. |
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| Bürokratieabbau und Arbeitnehmer-Überwachung |
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| Alles wird einfacher – und lückenloser überwacht. Der neue Elektronische Entgeltnachweis (ELENA) soll Behörden und Arbeitgebern die Arbeit erleichtern. Denn ab Januar 2010 meldet jeder Arbeitgeber Lohn, Gehalt und Zeitraum der Anstellung seiner Mitarbeiter an eine zentrale Speicherstelle (betrieben von den Trägern der Rentenversicherung). Diese Angaben können dann von Behörden abgerufen werden, wenn der Betreffende Arbeitslosen-, Wohn- oder Elterngeld beantragt. Bisher musste er einen schriftlichen Einkommensbeleg von seinem (ehemaligen) Arbeitgeber mitbringen. Auf dem Amt wurden die Angaben dann wieder in den Computer getippt. Das soll ab 2012 entfallen. Datenschützer kritisieren die umfassende Sammlung der Finanzdaten aller abhängig Beschäftigten. Denn auch die Einkommenssituation derjenigen Bürger, die nie eine Leistung beantragen, wird bis zu fünf Jahre aufgezeichnet. Und auch wenn der Betroffene der Abfrage der Daten zustimmen muss, bleibt ihm wohl eigentlich keine Wahl: Schließlich ist dies die Voraussetzung für die Zahlung der beantragten Leistungen. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar kritisiert außerdem, dass auch Angaben wie die Teilnahme an Streiks, Abmahnungen und Fehlzeiten, die bisher auf keiner Gehaltsabrechnung auftauchen, gespeichert werden sollen. |
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