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AGV-Newsletter NL Mai 2012
NL 05/2012, 15.05.2012

Manteltarifverhandlungen 2012

Fortsetzung folgt in Arbeitsgruppen

Ende Januar fanden die im Rahmen des Tarifabschlusses 2011 zwischen den Tarifvertragsparteien vereinbarten Verhandlungen über die Zukunftsfähigkeit der Tarifverträge in der Versicherungsbranche statt. Das erste Gespräch führte der AGV mit der DHV – Der Berufsgewerkschaft e.V. am 30. Januar in München. AGV und DHV erläuterten die im Rahmen der anstehenden Manteltarifrunde erhobenen Forderungen. Die DHV fordert:

  • Erleichterung der im TV-Arbeitszeitkorridor vorgesehenen Möglichkeit, die regelmäßige Arbeitszeit einvernehmlich (auf Wunsch des Mitarbeiters) auf bis zu 42 Wochenstunden zu erhöhen
  • Aufnahme von Programmsätzen zur alters- und gesundheitsgerechten Gestaltung der Arbeitsprozesse
  • unbefristete Verlängerung des TV-Qualifizierung
  • Einführung tariflicher Regelungen zu Langzeitkonten
  • unbefristete Verlängerung des Altersteilzeitabkommens
  • Anschubfinanzierung für die private Altersvorsorge und
  • Einführung eines Demografiefonds

Der AGV konzentriert sich im Sinne der Förderung eines Verhandlungsergebnisses auf vier Forderungen:

  • Erweiterung der Möglichkeit, befristete Arbeitsverhältnisse ohne Sachgrund abzuschließen (nur für Neueinstellungen)
  • Ausbau der beschäftigungswirksamen Lohngruppen TG A und B (nur für Neueinstellungen!)
  • Herausnahme der übertariflich bezahlten Angestellten aus dem Anwendungsbereich der Arbeitszeitregelung des MTV (nicht aus dem gesamten Anwendungsbereich!) und
  • Vereinbarung der Einigungsstellenfähigkeit der Samstagsarbeit

Am 31. Januar 2012 fand unter Leitung von Dr. Josef Beutelmann, Vorstandsvorsitzender der Barmenia Versicherungsgesellschaften und Vorsitzender des AGV, das entsprechende Gespräch im Rahmen der Manteltarifverhandlungen mit ver.di statt. Während der AGV seine weiteren Forderungen, die er außerdem in der Tarifrunde 2011 erhoben hatte, in seinem Forderungspapier nicht mehr aufgenommen hatte, erweiterte die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ihren Forderungskatalog ganz erheblich. Er umfasst den Entwurf eines neuen Tarifvertrags zur Qualifizierung sowie Eckpunkte – entgegen der Verhandlungsverpflichtung keine Formulierungsvorschläge – zu den Themen Arbeitszeit, Demografie, Gesundheitsschutz, Tarifbindung sowie Leiharbeit / Equal Pay / Equal Treatment.

Am Ende der Tarifrunde wurde vereinbart, die Verhandlungen in drei Arbeitsgruppen vertieft fortzusetzen:

  • Arbeitsgruppe „Tarifbindung”
  • Arbeitsgruppe „Gesundheit”
  • Arbeitsgruppe „Demografie”

Einzelheiten entnehmen Sie bitte unserem TNNr. 01/2012 vom 31. Januar 2012.