Gehaltsentwicklung seit 1950

In der nachfolgenden Grafik sind die Gehaltstarifsteigerungen seit der Verbandsgründung auf Jahresbasis dargestellt.

Grafik der Gehaltsentwicklung seit 1950

Die Erhöhungsraten reichen von 0,8 % im Jahr 1997 bis über 14,0 % im Jahr 1974. Die Entwicklung des Tarifniveaus in den letzten 50 Jahren lässt sich in vier Phasen gliedern:

Phase eins:

Phase eins umfasst die Jahre von 1951 bis 1965 mit durchschnittlichen Tarifsteigerungen von rd. 6,8 % pro Jahr. Darin spiegelt sich die rasante Geschäftsausweitung der Versicherungswirtschaft im Gefolge des schnellen Wiederaufbaus der deutschen Wirtschaft wider.

Phase zwei:

Phase zwei umfasst den Zeitraum von 1966 bis 1980, in dem das Tarifniveau durchschnittlich um rd. 8,1 % pro Jahr stieg. Diese hohe Zahl ist Ergebnis der Umverteilungs-Ideologie, die in diesen Jahren die sozialpolitische Diskussion beherrschte und zu einer Überforderung der Wirtschaft führte. Damals machte das Schlagwort vom „Test der Belastbarkeit der Wirtschaft“ die Runde. Auch die Versicherungswirtschaft konnte sich diesen Strömungen nicht verschließen.

Phase drei:

In Phase drei, von 1981 bis 1992, liegen die jährlichen Steigerungen des Tarifniveaus nur noch bei 4,0 %. Diese deutliche Verringerung gegenüber der Phase zwei trägt den gesunkenen Wachstumsraten der deutschen Wirtschaft und dem damit verbundenen Abflachen des Beitragswachstums der Versicherungswirtschaft Rechnung.

Phase vier:

In Phase vier, in den Jahren von 1993 bis 2009, schwanken die jährlichen Steigerungen nur noch um die 2,0 %. Diese Jahre sind gekennzeichnet durch eine stagnierende Wirtschaft und einen zunehmenden Konkurrenzdruck in der Versicherungswirtschaft.