Vorsorgedokumente online

    Logo der Signal Iduna
    Unternehmen
    SIGNAL IDUNA Gruppe
    Sitz
    Joseph-Scherer-Straße 3, 44139 Dortmund Neue Rabenstraße 15-19, 20354 Hamburg
    Kapstadtring 5+8, 22297 Hamburg
    Beschäftigte
    ca. 13.000 Mitarbeiter im Innen- und Außendienst
    Ansprechpartner/-in
    Hans-Jürgen Henze
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Beginn und Dauer des Projekts

Start des Projekts war der 1.1.2018. Es handelt sich um ein neues Beratungstool, das eingeführt und bei entsprechender Resonanz unbegrenzt angeboten werden soll.

Hintergrund für die Einführung des Projekts bzw. Zielsetzung

Das Thema „Vorsorgedokumente (Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung)“ ist immer wieder im Zusammenhang mit Beratungen durch die externe Pflegeberatung, die alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für sich und ihre Angehörigen in Anspruch nehmen können, thematisiert worden. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entdecken z.B. im Fall einer fortschreitenden Demenz eines Elternteils, dass keine Verfügungen existieren und niemand so genau weiß, was der Pflegebedürftige „gewollt hätte“. So entstand die Idee, dieses Thema, das so häufig auf die lange Bank geschoben wird und nicht nur für ältere Menschen ein Thema ist, aufzugreifen und ein Angebot zu suchen, das über das Betriebliche Gesundheitsmanagement implementiert wird.

Projektbeschreibung

Für die Umsetzung des Themas wurde ein externer Anbieter gefunden, der die Möglichkeit bietet, Vorsorgedokumente rechtssicher online zu einem sehr günstigen Preis abzuschließen. Da es sich um ein komplexes und anspruchsvolles Thema handelt, wurden umfangreiche Kommunikationsmaßnahmen vorbereitet. Zunächst wurde das Angebot im hauseigenen info.net kommuniziert. Es wurden Flyer entwickelt, mit denen in den Betriebsrestaurants informiert und auf spezielle Informationsveranstaltungen hingewiesen wurde. Diese Informationsveranstaltungen wurden im Jahr 2018 jeweils zweimal an den Hauptverwaltungsstandorten Dortmund und Hamburg durchgeführt.

Diese Informationsveranstaltungen fanden in der Mittagszeit statt und standen allen Mitarbeiter/innen offen. Sie bestanden aus zwei Teilen: 1. eine grundsätzliche Information über Vorsorgedokumente und die verschiedenen Wege, diese erstellen zu können und 2. die Information über das digitale Angebot, Vorsorgedokumente über einen PC erstellen zu können.

Neben der Erstellung der Dokumente anhand eines strukturierten Leitfadens (ggf. auch mit telefonischer Unterstützung) bietet der Anbieter auch die Möglichkeit der Nutzung eines elektronischen Archivs, in dem die Unterlagen jederzeit abrufbar sind. Zudem werden die Nutzer des elektronischen Archivs alle zwei Jahre aufgefordert, zu prüfen, ob die Unterlagen noch aktuell sind. Bei Gesetzesänderungen werden die Nutzer informiert.

Abbildung der Notfallkarte und Unterlagen zur Patientenverfügung

Beteiligte Partner

Kooperationspartner für dieses Projekt ist die Deutsche Gesellschaft für Vorsorge (DGV) mbH (Internetauftritt www.meinepatientenverfügung.de ). Intern waren das Betriebliche Gesundheitsmanagement, der Betriebsrat, die Außendienstorganisation und das Personalwesen beteiligt.

Wichtigste Erfolgsfaktoren/Hindernisse

Erfolgsfaktor für die Umsetzung dieses Projekts ist eine flächendeckende und intensive Kommunikation. Der Zulauf zu den Informationsveranstaltungen war groß. Viele Teilnehmer haben sich in Ansätzen mit dem Thema beschäftigt, es dann aber seiner Komplexität wegen wieder aufgeschoben.

Auswirkungen und (erzielter) Nutzen

Mit dem Angebot hat das BGM bei den Mitarbeiter/innen offene Türen eingerannt und maßgeblich zur Aufklärung beigetragen. Viele Fragen konnten in den Veranstaltungen beantwortet werden und viele Falschinformationen gerade gerückt werden.

Viele Teilnehmer der Veranstaltungen werten dieses Angebot als einen weiteren wichtigen Baustein in dem gesamten Beratungsangebot, das die SIGNAL IDUNA für Mitarbeiter/innen bereithält, z.B. Beratung in schwierigen Lebenslagen (Lebenslagencoaching), Pflegeberatung und Suchtberatung. Für viele Teilnehmer ist Klarheit über die unterschiedlichen Dokumente und die Lebenssituationen geschaffen worden, in denen diese eingesetzt werden können. Das Angebot wird als besonders wertvoll empfunden, da es (noch) nicht zum Standardangebot des Betrieblichen Gesundheitsmanagements gehört.

Insgesamt wurden in einem ersten Schritt 250 Mitarbeiter/innen erreicht, die sich zugleich auch über weitere Angebote des BGM informieren konnten.