Work-Life-Balance: Förderung von Frauen in Führungs- und Fachlaufbahn

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    NÜRNBERGER Versicherungsgruppe
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    Ostendstraße 100, 90334 Nürnberg

Hintergrund für die Einführung der Maßnahme

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und dem begleitenden Fachkräftemangel hat sich die NÜRNBERGER zum Ziel gesetzt, Frauen in Fach- und Führungspositionen zu fördern. Dafür wurde Anfang 2014 das Projekt „Frauen in Führungs- und Fachlaufbahn“ gestartet, in dem verschiedene Instrumente erarbeitet wurden, die mittel- und langfristig dazu beitragen sollen, dass der Anteil von Frauen in Führungspositionen steigt.

Datum der Umsetzung/Dauer

Die Projektlaufzeit war 1,5 Jahre von Januar 2014 bis Juni 2015. Während der Projektphase wurden einige Maßnahmen bereits sukzessive eingeführt, vereinzelte Maßnahmen wurden im Projekt nur konzipiert und die Umsetzung erfolgt nun in den nächsten Monaten. Grundsätzlich bleibt die Themenverantwortung der Frauenförderung weiterhin im Personalwesen. Durch den Maßnahmenplan des audit berufundfamilie werden hier auch künftig neue Ideen entwickelt und umgesetzt, die auch die Förderung von Frauen in Führungspositionen unterstützen können.

Beteiligte Partner

Bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie und sonstigen Sozialleistungen nehmen wir jederzeit gerne die Anregungen von Betriebsrat und Gewerkschaft auf. Außerdem nutzen wir in vielen Fällen auch die Beteiligung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen von Workshops, an der Erarbeitung neuer oder Aktualisierung bestehender Maßnahmen mitzuwirken. Dadurch, dass wir im ständigen Austausch mit den Gremien sind und den partnerschaftlichen Dialog pflegen, brauchen viele Maßnahmen auch nicht in Betriebsvereinbarungen festgeschrieben werden. Vielmehr nutzen wir die Flexibilität bei der zielgruppengerechten Anpassung von Maßnahmen, die nicht nur vom Arbeitgeber, sondern auch von Gewerkschafts-, Betriebsrats- oder Arbeitnehmerseite kommen können.

Gegenstand der Maßnahme

Das Projekt gliederte sich in drei Teilprojekte:

  • Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • Verankerung in Management und Unternehmenskultur
  • Führungskompetenz/Personalentwicklung

 

 

Projektstrukturplan
Abbildung: Projektstrukturplan

Bei den Rahmenbedingungen wurden die Belegplätze in betriebsnahen Kinderbetreuungseinrichtungen erweitert, ebenso die Kooperationen zu Ferienbetreuung. Weiterhin konnten Lösungen für eine Notfallbetreuung von Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen festgelegt werden. Die NÜRNBERGER bietet nun außerdem die Möglichkeit von Telearbeit an, was vielen Eltern eine schnellere Rückkehr in den Beruf mit mehr Wochenstunden ermöglicht. Wir haben unsere Elternzeitberatung intensiviert und dazu auch eine Familienbroschüre entwickelt. Mit dem NÜRNBERGER Wiedereinstiegsprogramm unterstützen wir Führungskräfte und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Planung einer familienbedingten Auszeit und einer geregelten Rückkehr in den Beruf.

Beim Teilprojekt „Verankerung in Management und Unternehmenskultur“ war die Einbindung des Vorstands in das Projekt ein wichtiger Erfolgsfaktor. Hier wurden auch die Zielgrößen für die Frauenquote erarbeitet und verabschiedet sowie die Kommunikationsstrategie zur Sensibilisierung aller Führungskräfte und Mitarbeiter. Außerdem wurden Rahmenbedingungen für Führung in Teilzeit erarbeitet. Durch eine klare Kommunikation in den internen Medien und der Vorstellung von weiblichen Vorbildern mit Hilfe von Erfahrungsberichten erfolgreicher „Führungsfrauen“ in der NÜRNBERGER sollen Frauen aktiv angesprochen und ermutigt werden, sich für eine Führungskarriere zu entscheiden.

Zum Themenfeld Führungskompetenz/Personalentwicklung wurden Möglichkeiten zum Netzwerken für Frauen geschaffen sowie ein Mentoringprogramm für Frauen konzipiert, das in naher Zukunft umgesetzt werden soll. Dabei können auch noch spezielle Seminar- und Coaching-Angebote pilotiert werden.

Auswirkungen und erzielter Nutzen

Eine quantitative Aussage zum erzielten Nutzen lässt sich aktuell noch nicht treffen. Die Maßnahmen werden nicht sofort wirken, sondern erst mittel- bis langfristig.

Wichtigste Erfolgsfaktoren/Hindernisse

Ein nicht quantifizierbarer Nutzen ist zu verzeichnen: Durch die Beteiligung verschiedener Mitarbeiterinnen in den Workshops, der Einbindung des Vorstands im Projekt-Lenkungsausschuss und der bereits erfolgten Kommunikation im Haus ist eine Sensibilisierung und Offenheit gegenüber dem Thema durchaus spürbar.