Europäisches Demografieprojekt

Bereits seit 2010 diskutieren die europäischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter der Versicherungswirtschaft (Insurance Europe, AMICE, BIPAR und UNI Europa) die demografischen Herausforderungen in der Branche. Der AGV beteiligt sich aktiv an diesem Meinungsaustausch im Rahmen des europäischen Sektoralen Sozialen Dialogs, der üblicherweise dreimal jährlich auf Einladung der Europäischen Kommission in Brüssel stattfindet.

Das Projekt, das mit der im Jahr 2010 gemeinsam verabschiedeten europäischen Demografie-Erklärung seinen Anfang nahm, entwickelte sich über die Jahre stetig weiter. Heute gilt die Arbeit der europäischen Sozialpartner der Versicherungswirtschaft bei der Europäischen Kommission, insbesondere aufgrund der Qualität und Intensität des Dialogs, als ein Vorbild für andere Branchen. Themenschwerpunkte des Projektes bilden die Bereiche

  1. Work-Life-Balance, also ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeits- und Privatleben,
  2. Qualifikation und lebenslanges Lernen,
  3. Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz,
  4. Telearbeit und
  5. längeres Arbeiten.

 

Das Demografieprojekt der Versicherungswirtschaft, das bereits zum zweiten Mal die begehrten Fördermittel von der Europäischen Kommission für Projekte europäischer Sozialpartner erhalten hat, umfasst

  • Diskussionen zu gemeinsamen Positionen der Sozialpartner (Gemeinsame Erklärungen und Broschüren),
  • Praxisvorträge der Sozialpartner im Rahmen der Sitzungen des Sektoralen Sozialen Dialogs,
  • Themenbezogene Sonderveranstaltungen, sowie eine
  • sorgfältige Projektevaluation.
Elke Maes und Dr. Sebastian Hopfner, alternierende Vorsitzende des Europäischen Sektoralen Sozialen Dialogs
Elke Maes und Dr. Sebastian Hopfner, alternierende Vorsitzende des Europäischen Sektoralen Sozialen Dialogs

Mit dem Demografieprojekt wollen die Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter der europäischen Versicherungswirtschaft die Branche zum einen für die demografischen Herausforderungen sensibilisieren und den Erfahrungsaustausch zum Umgang mit den demografischen Entwicklungen fördern, zum anderen auf die auch im europäischen Vergleich sehr guten Arbeitsbedingungen in der Branche hinweisen.